Kammermusikabend Violoncello und Klavier
mit Estelle Revaz (Violoncello) und Naré Karoyan (Klavier)


Freitag, den 17. April 2015, 20 Uhr

Konzerte im Klaviersalon bonnpiano
c/o Cornelia Winter & Wolfgang Lempfrid
Johann-Link-Str. 22, 53225 Bonn (Beuel)
Wegbeschreibung

Programm

  • Gabriel Fauré 1845-1924
    Élégie für Violoncello und Klavier c-moll, op. 24
  • Frédéric Chopin 1810-1849
    Sonate für Violoncello und Klavier g-moll, op. 65
    I. Allegro moderato
    II. Scherzo
    III. Largo
    IV. Finale. Allegro
  • Komitas Vardapet (1869-1935)
    Armenische Volkslieder und Tänze für Klavier
  • Robert Schumann 1810-1856
    Variationen für Klavier (1854)
    Geistervariationen
    TEMA. Leise, innig
    Var. I
    Var. II Canonisch
    Var. III Etwas belebter
    Var. IV
    Var. V

Estelle Revaz (Violoncello)

Die 1989 geborene österreichisch-schweizerische Cellistin Estelle Revaz kann bereits seit sehr jungen Jahren auf eine internationale berufliche Laufbahn verweisen. Sie beginnt ihren musikalischen Werdegang am «Conservatoire de Sion» (Schweiz); anschließend setzt sie ihr Cello-Studium in Frankreich am «Conservatoire National de Région de Boulogne/Paris» bei Xavier Gagnepain fort. Dort erhält sie im Jahre 2007 ihr Diplom mit höchster Auszeichnung. Im selben Jahr macht sie Abitur und wird in der Klasse von Jérôme Pernoo, am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris (CNSMDP) aufgenommen. 2010 schließt sie dort ihren Bachelor ab. Danach lernt sie die deutsche Cellistin Maria Kliegel kennen, die sie in ihre Meisterklasse nach Köln einlädt, um dort ihren Master in «Violoncello solo» zu machen, den sie 2013 bravourös abschließt. Seitdem ist sie erfolgreich als Solistin und vervollkommnet sich weiterhin, vor allem auch in zeitgenössischer Musik.

Bereits in sehr jungen Jahren gewann Estelle Revaz mehrere Preise wie z.B. den 1. Preis der «Fondazione Antonio Salieri di Legnano» in Österreich, der ihr ihre erste Tournée als Solistin in Italien, Deutschland und Holland ermöglichte. Sie ist ebenfalls Preisträgerin mehrerer Stiftungen und Verbänden, die sie in ihrem musikalischen Werdegang durch Stipendien sowie durch das Organisieren von Konzerten unterstützen. Zu erwähnen wären der «Fonds Français Instrumental», die Stiftungen Little Dreams, Dénéréaz, Thiébaud-Frey, Patiño, FestiValais, «la Ville de Genève» oder auch «l’Etat du Valais».

Die Presse und das Publikum haben ihre solistischen Darbietungen mit Orchester, die ein großes Repertoire abdecken, ausgehend von Konzerten Vivaldis bis hin zu zeitgenössischen Werken, mit Enthusiasmus gefeiert. Estelle Revaz spielte schon oder spielt in Kürze wieder mit der Camerata Armin Jordan (Musiker des Orchestre de la Suisse Romande), der Sinfonietta de Genève, dem Orchestre Musique des Lumières, dem Orchestre des Pays de Savoie, dem Ensemble Ludus, dem Orchestre des Jeunes de Suisse Romande und dem Orchestre National du Paraguay.

Als passionierte Kammermusikerin, hat Estelle Revaz besonders eine Vorliebe für das Zusammenspiel im Duo (Cello – Klavier), sowie auch im Trio. Sie konzertiert regelmäßig in zahlreichen Ländern Europas und in renommierten Sälen wie dem «Louvre» und dem «Grande Salle der Sorbonne» in Paris, der «Victoria Hall» in Genf, dem «Paul Klee Zentrum» in Bern, dem Coselpalais von Dresden oder dem Auditorium «Evaristo Felice Dall’Abaco» in Verona. Ihr Debüt in Südamerika machte sie mit einer Konzerttournée in Argentinien im Frühjahr 2012. Auch zu angesehenen Festivals wie «Les Schubertiades» oder «Les Sommets du Classique» oder «St Prex Classics» in der Schweiz, «Musicalp» und das Festival «Pablo Casals» in Frankreich, dem «Festival Internacional Música Clásica por los Caminos del Vino» in Argentinien oder dem «Festivale Internationale dei Duchi Acquaviva» in Italien wird sie eingeladen. Ihre Kammermusikpartner sind u.a. Gautier Capuçon, Philippe Muller, Dong-Suk Kang, Oleg Kaskiv, Michel Michalakakos, die Brüder Bendayan, das Quartett Sine Nomine, Damien Bachmann, Irina Chkourindina, François-Xavier Poizat, François Killian, Christian Chamorel usw.

Kürzlich ist sie im Schweizer Fernsehen und im Kulturradio der französischen Schweiz Espace 2 im Rahmen der Sendungen «Dare-Dare», «Magma« und «Babylone» aufgetreten

Zur Zeit spielt Estelle Revaz auf einem Violoncello von «A.T.Fiorini» und mit einem Bogen von «J. Eury», die ihr von einem großzügigen schweizer Mäzen zur Verfügung gestellt wurden.

Weitere Information: www.estellerevaz.com

Naré Karoyan (Klavier)


Die aus Armenien stammende Pianistin Naré Karoyan wurde schon früh durch ihre Eltern künstlerisch geprägt. Wettbewerbserfolge und Konzerte in Moskau, Kiew und Tiflis, sowie Auftritte mit den großen Orchestern ihres Heimatlandes ließen sie bald zu einer der aktivsten Musikern ihrer Generation avancieren.
Seit ihrem sechszehnten Lebensjahr, lebt sie in Deutschland, wo sie u.a. bei Pascal Devoyon, Pierre-Laurent Aimard, Peter Eicher und Anthony Spiri studierte. Naré war Stipendiatin von Villa Musica, im Rahmen deren sie schon mit solchen führenden Musikern wie Radovan Vlatkovic und Eszter Haffner musizierte.

Naré Karoyan zeichnet sich durch ein breit gefächertes Repertoire von Alter bis Neuer Musik aus. Zeitgenössische Komponisten wie Zeynep Gedizlioglu und Anno Schreier schrieben Werke für sie. Als Solistin und Kammermusikerin machte Naré Einspielungen beim WDR, SWR und RTS (Schweiz). Konzerte führten sie u.a. nach Finnland, Frankreich, Schweiz, Russland, Georgien, Kosovo.

Stets ist auch der Austausch mit Musikern wie Steven Isserlis, Jonathan Stockhammer, Jörg Widmann, Lazar Berman und Gérard Buquet ein Teil der Weiterentwicklung der jungen Künstlerin.

Für Naré Karoyan sind interdiszipilinäre Projekte von besonderem Interesse. Für diese arbeitete sie bereits mit namhaften visuellen Künstlern und Schauspielern.

Weitere Information: www.narekaroyan.com/

Bis auf weiteres sind keine neuen Konzerte geplant.