Kammermusik
mit dem Schuppanzigh-Quartett


Freitag, den 12. September 2014, 20 Uhr

Konzerte im Klaviersalon bonnpiano
c/o Cornelia Winter & Wolfgang Lempfrid
Johann-Link-Str. 22, 53225 Bonn (Beuel)
Wegbeschreibung

Programm

  • Joseph Haydn 1732-1809
    Streichquartett G-Dur, op.54,1 (Hob. III:58)
    Vivace assai
    Andante o più tosto Allegretto
    Menuet – Trio
    Finale. Vivace
  • Ludwig van Beethoven 1770-1827
    Sonate für Violine und Klavier F-Dur, op. 24 („Frühlingssonate“)
    in der Fassung für Streichquartett (aufgeführt 1816)
    Allegro
    Adagio
    Scherzo. Allegro molto – Trio
    Rondo. Allegro moderato
  • Ludwig van Beethoven 1770-1827
    Streichquartett Nr. 1 F-Dur, op. 18,1
    (Frühfassung)
    Allegro con brio
    Adagio molto
    Scherzo. Allegro – Trio
    Allegretto

Schuppanzigh-Quartett

Anton Steck (Violine)
Franc Polman (Violine)
Christian Goosses (Viola)
Werner Matzke (Violoncello)

Die Kunst der Differenzierung, ein unbedingter Gestaltungswille, eine enorme dynamische Bandbreite, klare Linienführung und agile Spielfreude prägen die Interpretationen des Schuppanzigh-Quartetts. Internationales Renommee erwarb sich das auf Originalinstrumenten musizierende Streichquartett dank einer regen Aufnahmetätigkeit sowie durch ungewöhnliche und intelligent zusammengestellte Konzertprogramme, die von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem historischen Kontext und einer profunden Kenntnis historischer Spielweise und Klangästhetik zeugen.

Namenspatron der Quartettformation ist Beethovens Freund und Zeitgenosse Ignaz Schuppanzigh (1776–1830), jener hervorragende Violinist, der 1796 das erste in fester Besetzung spielende Streichquartett der Musikgeschichtete gründete. Ignaz Schuppanzigh nahm Einfluß auf das Schaffen der Komponisten seiner Zeit und trug zur Etablierung eines bürgerlichen Musiklebens im 19. Jahrhundert bei.

Das „neue“ Schuppanzigh-Quartett – gegründet genau 200 Jahre nach dem historischen Vorbild – setzt wichtige Impulse im heutigen Konzertleben: Die vier Streicher schärfen das Bewußtsein ihrer Zuhörer für eine enorm wichtige und fruchtbare Phase, in der die Gattung Streichquartett entscheidend geprägt wurde. Sie lenken den Blick (und das Gehör!) auf neue Aspekte in den Werken von Haydn, Mozart und Beethoven ebenso wie auf lohnende und spannende Neuentdeckungen unter den weniger bekannten Komponisten jener Zeit. So wurden die Aufführungen der Werke des Beethoven-Freundes Ferdinand Ries zu einem Meilenstein, der von der Presse als „großer Wurf“ betitelt wurde. Eine dreiteilige Serie, die den Hörer durch das Quartett-schaffen von Joseph Haydn führt, fand 2012 seinen Abschluß. Die CDs erhielten u.a. den französischen Plattenpreis „Diapason d´Or“.

Die Mitglieder des Ensembles sind auch in anderen Formationen tätig. Werner Matzke ist Solo-Cellist bei Concerto Köln und dem Amsterdam Baroque Orchestra. Christian Goosses gehört zu den Gründungsmitgliedern des Freiburger Barockorchesters. Franc Polman war jahrelang Konzertmeister bei Nova Stravaganza und Musica ad Rhenum, sowie Mitglied von Musica Antiqua Köln und Les Musiciens du Louvre. Anton Steck begann seine Karriere als Konzertmeister von Musica Antiqua Köln, danach bei Les Musiciens du Louvre und ist inzwischen als Solist mit Violinkonzerten aus Barock, Klassik und Romantik tätig.

Weitere Information: www.schuppanzigh-quartett.de

Bis auf weiteres sind keine neuen Konzerte geplant.